Kloakentiere

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Ornithorhynchus anatinus - Platypus

Die Kloakentiere (Monotremata, von gr. μόνος monos „einzeln“, „einzig“ und τρῆμα trema „Loch“, „Öffnung“), früher auch Gabeltiere genannt, sind eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia). Sie sind die einzigen Vertreter der Unterklasse der Ursäuger (Protheria). Im Gegensatz zu allen anderen Säugetieren bringen sie keine Jungen zur Welt sondern legen Eier. Das Taxon teilt sich wiederum in zwei Kladen: Die Schnabeligel (Tachyglossidae) und die Schnabeltiere (Ornithorhynchidae). Kloakentiere besitzen wie ihr Name schon besagt nur einen Darm-, Urin- und Fortfplanzungsausgang, die Kloake. Sie besitzen trotz dieses für Sauropsiden (Vögel und Reptilien) kennzeichnenden Merkmals`alle für Säugetiere kennzeichnenden Schlüsselmerkmale. Darunter fallen beispielsweise die drei Gehörknöchel oder die Versorgung von Jungtieren mit Milch. Kloakentiere wurden erst recht spät entdeckt. So beschrieb Shaw 1799 unter dem Gattungsnamen Platypus das Schnabeltier, ein Jahr zuvor wurde der Schnabeligel als Echidna beschrieben. Etymologisch leiten sich beide Namen aus der Eingeborenen-Sprache. 1864 entdeckte der deutsche Biologe Wilhelm Haake die Eigenschaft der Kloakentiere Eier zu legen. Besonderheiten außerdem sind das flexible Rabenschnabelbein (Coracoid) (sonst nur bei Seekühen vorhanden) und die primitiven Milchdrüsen die über Haare an die Jungen die Milch übertragen weitere bestimmende Merkmale der Kloakentiere.
 

Aktuell gehaltene Gattung(en):

Tachyglossus

Literatur: PETZSCH, H. (1992): Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Stuttgart